Arbeiten an der neuen Fernwärmetrasse haben begonnen

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Die neue Wärmeleitung verbindet das Müllheizkraftwerk der AWG mit dem Fernwärmenetz auf der Talsohle und soll 2018 fertig sein. Durch die umweltfreundliche Energie können 450.000 Tonnen an CO2-Austoß vermieden werden.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich auf dem Schulhof des Schulzentrums Süd durch den WSW-Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht haben heute, Mittwoch, 29. Juni, die Arbeiten an der neuen Fernwärmetrasse, die das AWG-Müllheizkraftwerk mit dem Fernwärmenetz auf der Talsohle verbinden soll, begonnen. 2018 soll die 3,2 Kilometer lange Pipeline fertig sein. Die WSW wollen dann Kunden in Elberfeld und Barmen mit umweltfreundlicher Fernwärme, die aus der Müllverbrennung ausgekoppelt wird, versorgen. Das Heizkraftwerk Elberfeld, das bisher das Talnetz speist, wird dann still gelegt.

Nach den Planungen der Stadtwerke soll Fernwärme als umweltfreundliche Heiz- und Prozessenergie in Wuppertal an Bedeutung gewinnen. „Für die WSW ist die Energiewende auch eine Wärmewende, denn 25 Prozent des CO2-Ausstoßes werden durch den Wärmebedarf verursacht“, erklärt WSW-Chef Andreas Feicht. Entsprechend hoch ist das CO2-Reduktionspotentzial, wenn man für die Wärmeproduktion umweltfreundliche Verfahren nutzt. Eine solche Möglichkeit ist die Auskopplung von Wärme aus der Müllverbrennung, die die WSW bereits für die Versorgung von Kunden in Küllenhahn und Ronsdorf über die so genannte Fernwärmeschiene Süd nutzen. Umweltfreundlich ist die Fernwärme aus der Müllverbrennung auch deswegen, weil der eingesetzte Brennstoff bei der AWG – der Abfall – zu 50 Prozent biogen ist.
Durch den Ausbau der Fernwärme und die Stilllegung des Kohle-Kraftwerks in Elberfeld können 450.000 Tonnen an CO2-Ausstoß eingespart werden. Diese Menge entspricht 60 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes des Wuppertaler Autoverkehrs. Dies bedeutet einen erheblichen Beitrag zum lokalen Klima- und Umweltschutz.

Das klappt allerdings nur, wenn sich auch Abnehmer für die neue Energieform finden. Die WSW hoffen, dass sich viele Anrainer der neuen Trasse entscheiden, von Gas- oder Ölheizungen auf Fernwärme umzusteigen. Alle für einen Fernwärmeanschluss infrage kommenden Anwohner werden daher von den WSW umfassend über die Vorteile der Fernwärme informiert. Interessenten können von einer ausführlichen Beratung bis zu individuellen Angeboten für die Installation und Finanzierung der neuen Wärmeversorgung viele Angebote der Stadtwerke in Anspruch nehmen.

Zunächst aber muss gebaut werden. Die heute begonnenen Tief- und Rohrbauarbeiten am Schulzentrum Süd zwischen Schwimmportleistungszentrum und dem Schulhof West sollen bis zum 23. August abgeschlossen sein. Für die Dauer der Arbeiten ist der Schulhof gesperrt. Im Anschluss geht es dann weiter Richtung Jung-Stilling-Weg. Ab dem 11. Juli wird parallel im Abschnitt Richtung Küllenhahner Straße gearbeitet.

Von links: Projektleiter Gerhard Daun (WSW), WSW-Vorstandsvorsitzender Andreas Feicht und Conrad Tschersich, technischer Geschäftsführer der AWG beim ersten Spatenstich für die Fernwärmetrasse Süd-West

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