Entwurf für neue WSW Zentrale ausgewählt

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Der Architektenwettbewerb für den Bau der neuen Verwaltungszentrale der Wuppertaler Stadtwerke ist beendet. 15 namhafte Büros aus Hamburg über Berlin bis Wien und Paris hatten sich mit Entwürfen einer neuen Verwaltungszentrale beworben, doch der Sieger kommt aus NRW. Die Jury, bestehend aus namhaften Architekten, Baufachleuten und dem Vorstand der WSW, hat sich einstimmig auf vier von 15 eingereichten Arbeiten verständigt. Dabei war der Abstimmungsprozess, der über mehrere Runden lief, durchaus von engagierten Diskussionen geprägt. Deutlich wurde dabei, dass alle Entwürfe Stärken, aber eben auch zum Teil Schwächen haben. Auch der Siegerentwurf des Büros Schuster Architekten aus Düsseldorf - der mit Abstand stärkste Beitrag - wird noch mit den Urhebern zu diskutieren sein. Gewürdigt hat die Jury um den Vorsitzenden Professor Jörg Aldinger den Siegerentwurf für seine individuelle Wirkung. Trotz eigenständiger Gebäudestruktur nehme das Haus die städtebaulichen Bezüge der Umgebung auf und zeichne sich durch unprätentiöses Auftreten aus. „Das Gebäude trifft außerdem unsere Erwartungen an eine flexible Büroorganisation. Nun wird sich in weiteren Verhandlungen zeigen müssen, ob der Entwurf umgesetzt werden kann“, so der WSW-Vorstandsvorsitzende Andreas Feicht.

Den zweiten Rang belegt das Büro Love architecture and urbanism aus Graz. Die Jury lobte die schwebende Leichtigkeit des vierstöckigen Gebäudes, das mit einer kompletten Glasfassade entworfen wurde. Auch die innere Struktur wurde als gut gewürdigt, Fragen hinterließen dagegen vor allem Lärm- und Sonnenschutz. Den dritten Rang belegt Pbr Planungsbüro Rohling aus Braunschweig das ebenfalls mit dem Entwurf eines Atrium-Gebäudes antrat. Dessen Architekten punkteten mit einer gut gestalteten Halle mit Konferenz- und Veranstaltungsräumen sowie dem Betriebsrestaurant. Auch die Flexibilität des Innenraums wurde gelobt. Zu Diskussionen führten unter anderem die Glaspanele, die für die Verschattung der Fensterflächen sorgen sollen, sowie der eigentlich sehr konventionelle Entwurf. Nummer vier im Bunde der ausgezeichneten Arbeiten ist die von agn Niederberghaus & Partner GmbH, Düsseldorf. Das Haus mit dem ungewöhnlichen, s-förmigen Grundriss bestach in den Augen der Jury vor allem durch die gut gestalteten Innenhöfe und die hohe Funktionalität der Verkehrsflächen. Dem stand jedoch eine wenig flexible Büroorganisation entgegen.

Nun folgt eine dreimonatige Phase der Verhandlungen mit den Architekten, in deren Verlauf sogar noch der Wechsel zu einem anderen Entwurf vollzogen werden könnte. Der eigentliche Baubeginn ist bislang für 2019 vorgesehen. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, die Gesamtkosten inklusive Abriss der belasteten Verwaltungshäuser, Innenausstattung, Außenanlagen und Kantine werden auf 46,4 Millionen Euro veranschlagt.

Alle Entwürfe können im Foyer der Stadtwerke an der Bromberger Straße 39-41 während der Geschäftszeiten besichtigt werden.

 

 

Platz 1 - Entwurf: Schuster Architekten, Düsseldorf

Platz 2 - Entwurf: Love architecture and urbanism, Graz

Platz 3 - Entwurf: Pbr Planungsbüro Rohling, Braunschweig

Platz 4 - Entwurf: agn Niederberghaus & Partner GmbH, Düsseldorf

Pressekontakt: Wuppertaler Stadtwerke, Konzernkommunikation; 0202 - 569 3766/3712

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