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Rückstausicherung

Bei sehr starkem Regen werden in Wuppertal schon mal Keller unter Wasser gesetzt. Die Flutung, man mag es kaum glauben, ist Ergebnis eines geplanten Rückstaus. Dieser Rückstau geschieht nach den anerkannten Regeln der Entwässerungstechnik. Denn Rückstau wird in Kanälen der kommunalen Abwasseranlagen in Abhängigkeit von den Entwurfsgrundlagen (Überlastungshäufigkeit) planmäßig vorgesehen. 

 

Um Rückstauereignisse nahezu auszuschließen, müssten Kanäle sonst größer dimensioniert und/oder tiefer verlegt werden. Solche Investitionsmaßnahmen führen in der Regel zum Anstieg der Baukosten und infolge dessen zu einer erheblichen Verteuerung des von jedem Anschlussnehmer zu zahlenden Kanalanschlussbeitrages. 

Eine dezentrale Rückstausicherung auf dem Grundstück ist daher für jeden Grundstücksbesitzer die weitaus wirtschaftlichere Lösung.

 

Auszug aus der Satzung über Abwasserbeseitigung:
§ 9(11) Gegen den Rückstau des Abwassers aus den öffentlichen Kanalisationsanlagen in die angeschlossenen Grundstücke hat sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen. Als Höhe der Rückstauebene wird die Straßen- oder Geländeoberkante über der Anschlussstelle des Anschlusskanals an die öffentliche Kanalisationsanlage festgesetzt. Aus Schäden, die durch Rückstau entstehen, können keine Ersatzansprüche gegen die Stadt geltend gemacht werden.

Jeder kann sich wirkungsvoll und dauerhaft gegen schädliche Folgen von Rückstau sichern.

  • Alle Ablaufstellen für Abwasser, die unterhalb der Rückstauebene liegen, sind gegen Rückstau (Rückstauverschlüsse oder Hebeanlage gem. DIN 1986) gesichert. 
  • Schmutzwasser aus Klosett- und Urinalanlagen und Niederschlagswasser, das unterhalb der Rückstauebene anfällt, werden über automatisch arbeitende Abwasserhebeanlagen rückstaufrei (Heben über die Rückstauebene) der öffentlichen Kanalisation zugeführt . 

Nur wenn das Leitungsnetz innerhalb der Grundstücksentwässerung ein in sich geschlossenes System ergibt, hat ein Abwasseraustritt infolge Rückstau keine Chance. 

Der Kanalbetrieb der WSW stellt sicher, dass Rückstauereignisse durch regelmäßige Inspektion, Reinigung und Instandsetzung der öffentlichen Kanalanlagen auf ein Minimum begrenzt werden.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass fast alle Rückstauschäden auf unsachgemäß betriebene Grundstücksentwässerungsanlagen zurückzuführen sind. 

Die häufigsten Ursachen hierfür sind:

  • Fehlende und wenn vorhanden, nicht funktionierende, Rückstauverschlüsse. 
  • Nicht vorhandene Hebeanlagen 
  • Unsachgemäße oder keine Wartung der Entwässerungsanlagen

Unser Tip: Eine fachgerechte Rückstausicherung, deren Einbau und/oder Wartung jede erfahrene Installationsfirma übernimmt, schützt vor Überschwemmungen.

Grafik: Misch-Trennsystem, Rückstausicherung