Straßenlaternen, die mitdenken

06.07.2021, WSW Digital

Mit LED-Lampen Gefahrenzonen besser ausleuchten, Lichtabstrahlungen in den Nachthimmel minimieren und die Lichtemissionen auch tier- und insektenfreundlich minimieren. So installieren wir an einigen Masten Messstationen, die Umweltdaten sammeln oder den Verkehrslärm messen können. Aber auch Altglassammelbehälter werden smart, indem über Sensoren der Füllstand gemessen wird. Ist der Container voll, wird die AWG benachrichtigt, um die Behälter zu leeren.

                                                                
                                                                 

Auf den Bildern zu sehen sind Markus Hilkenbach (Vorstandsvorsitzender WSW), Marcus Sohns (Vorstand ENGIE), Georg Brodmann (Bezirksbürgermeister Vohwinkel) und Sören Högel, Leiter der Digitalen Lösungen bei WSW.

In Wuppertal gibt es über 30.000 Straßenlaternen. Die Geschichte der öffentlichen Straßenbeleuchtung beginnt Im frühen 19. Jahrhundert. Mit den Straßenlaternen kamen zunächst die Gas- und später die Stromversorgung in die Städte, also das, was wir, gemeinsam mit den Netzen für Trinkwasser, Abwasser, Kommunikation, ÖPNV und noch vieles mehr, „öffentliche Infrastruktur“ nennen. Straßenlaternen können uns heute helfen, die Infrastruktur in Städten weiter zu entwickeln. Als Standorte für digitale Kommunikation, d. h. für Sender und Router, können sie die physische Grundlage für eine digitale Vernetzung des ganzen Stadtgebiets bilden. Dafür müssen keine Kabel neu verlegt oder Sendemasten neu errichtet werden.

Wie das genau aussehen könnte und welche Anwendungsmöglichkeiten es gibt, erforschen wir in einem Pilotprojekt im Quartier Schöller-Dornap. Dort werden wir die bestehende Rundsteuerung für die Straßenbeleuchtung durch eine digitale, „smarte“ Steuerung ersetzen. In Kombination mit der Umrüstung zahlreicher Lampen auf LED können wir so ein Beleuchtungskonzept realisieren, mit dem wir beispielsweise Gefahrenzonen besser ausleuchten, Lichtabstrahlungen in den Nachthimmel minimieren und die Lichtemissionen auch tier- und insektenfreundlich minimieren können. Darüber hinaus wollen wir demonstrieren, dass wir die gleiche digitale Infrastruktur auch für ganz andere Anwendungen nutzen können. So installieren wir an einigen Masten Messstationen, die Umweltdaten sammeln oder den Verkehrslärm messen können. Aber auch Altglassammelbehälter werden smart, indem über Sensoren der Füllstand gemessen wird. Ist der Container voll, wird die AWG benachrichtigt, um die Behälter zu leeren.

Für die Vernetzung nutzen wir in Schöller-Dornap ein „Long Range Wide Area Network“ (LoRaWAN), dessen Sender über eine hohe Reichweite verfügen und die gleichzeitig besonders energieeffizient arbeiten. 224 Straßenlaternen bilden in dem Quartier die physische Grundlage der neuen digitalen Infrastruktur.

Das Pilotprojekt, bei dem wir von unserem Partner ENGIE Deutschland GmbH unterstützt werden,  steht im größeren Zusammenhang der Smart City-Strategie der Stadt Wuppertal. Als kommunaler Infrastrukturdienstleister wollen wir mit solchen digitalen Projekten einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt leisten. Alle Menschen in Wuppertal können davon profitieren. Darum ist das Vorhaben in Schöller-Dornap auch nur der Anfang einer spannenden Reihe, die wir unter der Überschrift „WSW Digital“ zusammenfassen werden.

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