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  • Luftaufnahme mit Panorama Wuppertal-Elberfeld

Fragen und Antworten zum Bauprojekt Elberfeld 2030

Wir erneuern und erweitern unser Fernwärmenetz in der Elberfelder Innenstadt, um noch mehr Menschen mit unserer klimafreundlichen Wärme versorgen zu können.

 

Das Bauprojekt

Was wird gebaut?

Das klimafreundliche Fernwärmenetz wird in der Elberfelder Innenstadt von Dampf auf Heizwasser umgestellt und erweitert. Das Bauprojekt beginnt in der Calvinstraße. Darauf folgen die Kirchstraße, Poststraße, der Kerstenplatz/Neumarkt, die Heranführung West über Aue, Mäuerchen und Schlossbleiche, Alte Freiheit, sowie die Heranführung Ost über Hofkamp, Wupperstraße und Hofaue, hin zum Turmhof, zur Schwanenstraße, Burgstraße und Schlossbleiche. Im nächsten Schritt folgen dann der Wall, die Neumarktstraße, Hofkamp, Deweerthstraße, Morianstraße, Kipdorf, und die Friedrichstraße. Abgeschlossen wird das Bauprojekt mit dem Luisenviertel. 

Es werden insgesamt 24 Kilometer Fernwärmerohre verlegt, die die Umstellung der bestehenden 284 Hausanschlüsse ermöglichen und ein Potenzial von weiteren 400 Hausanschlüssen eröffnen. Wir bauen das Heizwassernetz parallel auf und vermeiden so Versorgungsunterbrechungen. Unsere Kunden werden sukzessive an das neue umweltfreundliche Heizwassernetz angeschlossen. Dieses kann durch ein sogenanntes Verbundrohrsystem mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen (90-110°C) und kleineren Durchmessern (bis max. DN 300) gebaut werden und wird komplett unterirdisch verlegt.

Wer baut und warum ist das Projekt wichtig?

Die Fernwärme hat in Wuppertal sowie für die WSW eine lange Tradition, die bis zum Jahr 1925 zurückreicht. Wuppertaler Fernwärme wurde im Laufe der Zeit immer klimafreundlicher und nachhaltiger bis hin zum Ausstieg aus der Kohlekraft 2018. In diesem Jahr konnten die WSW durch den Ausbau der Südwest Trasse von der AWG runter zur Talsohle das Heizkraftwerk in der Kabelstraße stilllegen. Somit ist die Fernwärme für unsere Kunden im Tal noch umweltfreundlicher. Die Baumaßnahmen in der Elberfelder Innenstadt sind der nächste konsequente Schritt zu einer noch effizienteren Wärme-Infrastruktur. Unser größtes Ziel: die Klimaziele, die wir uns gemeinsam mit der Stadt Wuppertal für ein klimafreundliches Wuppertal gesetzt haben, zu erfüllen. 

Bereits mit dem Ausbau der Südwest Trasse sparen wir jährlich rund 450.000 Tonnen CO2 ein, was anders formuliert über 200 Windrädern für die gleiche CO2-Ersparnis entsprechen würde. Das Bauprojekt „Elberfeld 2030“ führt zu einer weiteren deutlichen Reduzierung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes in Wuppertal. Ein positiver Nebenaspekt dabei ist, dass das teilweise über 60 Jahre alte Dampfnetz abgelöst wird durch ein modernes Heizwassernetz, das weniger Wärme verliert und somit effizienter ist. Auch werden wir in diesem Zusammenhang unser Fernwärme-Netzt erweitern, so dass sich auch weitere Kunden für die umweltfreundliche Fernwärme entscheiden können.

Welche Rolle nimmt die Stadt Wuppertal bei dem Bauprojekt ein?

Zwei Bauprojekte – ein Zeitraum. So kann der Synergieeffekt der beiden Bauvorhaben in Kürze beschrieben werden. Denn die Stadt Wuppertal hat ein umfangreiches Klimaschutzkonzept erarbeitet, das im November 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die von den WSW geplante Modernisierung des Fernwärmenetzes in Elberfeld spielt eine zentrale Rolle, um die Wuppertaler Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig sollen Straßen, Gehwege und die Elberfelder Fußgängerzone innerhalb des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) Innenstadt Elberfeld durch die Stadt Wuppertal bis zum Jahr 2025 mit neuem Charme erscheinen. WSW und Stadt Wuppertal setzen beide Konzepte für die Elberfelder Innenstadt gleichzeitig und gemeinsam um. So nutzen wir Synergieeffekte und erzielen städtebaulich den größten Mehrwert.

Wie lange dauern die Baumaßnahmen?

Die ersten Arbeiten in der Elbefelder Innenstadt laufen bereits. Die Dauer des gesamten Projektes „Elberfeld 2030“ beläuft sich auf etwa acht Jahre. Die Planung sieht bislang vor, dass die Baumaßnahmen Ende 2030 vollständig abgeschlossen sind.

Der Bau beginnt mit der Umsetzung des Projektes zunächst in zwei Bereichen. Die Bauphase startet in der Fußgängerzone und soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Parallel dazu ist eingeplant die Leitungen in den Straßen Aue, Mäuerchen und Schloßbleiche zu verlegen. In der Straße Hofkamp und im Bereich Hofaue wird ebenfalls mit den ersten Bauabschnitten begonnen. Dieser Bereich ist allerdings deutlich aufwendiger und wird daher mindestens bis Ende 2026 dauern. Die Planung der weiteren Bauabschnitte hängt einerseits davon ab, inwieweit der Zeitrahmen eingehalten wird und andererseits davon, welche Bauabschnitte bestenfalls angeschlossen werden.

Wann bekomme ich meinen Hausanschluss?

Die individuellen Bauzeiten für den Hausanschluss Ihrer Immobilie können Sie während der Bauphase natürlich bei den entsprechenden Ansprechpartnern erfragen. Nutzen Sie dazu gerne den auf dieser Seite angelegten Navigationsbereich Kontakt.

Wann muss ich mich für einen Hausanschluss entschieden haben?

Die WSW informieren mit ausreichendem Vorlauf über den Beginn der Baumaßnahmen und damit einhergehend über Ihre Möglichkeiten zu einem Anschluss an die Fernwärme. Für eine reibungslose Erschließung der einzelnen Baulose müssen die WSW vor Baubeginn die genaue Anzahl der anzuschließenden Objekte kennen. Die Entscheidung für einen Hausanschluss über einen unterzeichneten Auftrag muss neun Monate vor Beginn der Baumaßnahme vorliegen.

Wie lange dauert der Umbau an meiner Immobilie?

Wie lange die Arbeiten an einem Hausanschluss andauern, lässt sich aufgrund der Projektgröße nicht individuell bestimmen. Die Verlegungen der von den Kunden gewünschten Hausanschlüsse sind Teil der gesamten Baumaßnahme und werden von unseren Bauleitern in die Planung des jeweiligen Bauloses integriert. 

Individuell abstimmen werden wir die Arbeiten, die direkt an den Häusern stattfinden. So werden wir für die Bohrungen an den Hauswänden sowie den Anschluss im jeweiligen Kellerraum, Termine mit unseren Kunden vereinbaren. 

Wie lange kann ich meine bestehende Heizungsanlage weiter betreiben? Wann muss die Umstellung auf die Fernwärme erfolgen?

Die Umstellung Ihrer bisherigen Heizungsanlage auf den Betrieb mit Fernwärme muss spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Netzabschnittes erfolgen. Wir teilen Ihnen die Betriebsbereitschaft des Netzabschnittes frühzeitig schriftlich mit. Bitte beachten Sie: Falls die Umstellung auf Fernwärme nicht fristgerecht erfolgt, behalten sich die WSW die Berechnung eines Grundpreises für die Bereitstellung der Anschlussleistung vor.

Welche Einschränkungen sind mit den Baustellen verbunden?

An den Immobilien selbst gibt es keinerlei Einschränkungen und insbesondere die Versorgung mit Talwärme, bei bereits vorhandener Fernwärmenutzung, ist generell sichergestellt. Während der Bauzeit wird die Versorgung mit Fernwärme, Gas, Wasser oder Strom lediglich kurzzeitig für Umschlussarbeiten unterbrochen. Wir informieren Sie rechtzeitig, wenn solcherlei Sperrungen durchgeführt werden müssen. 

Liegen Baustellen in Straßen- und somit in Verkehrsbereichen, wird der Verkehr entsprechend umgeleitet. Auch Baustellen auf Gehwegen werden so gestaltet, dass es alternative Wegstrecken gibt. Hauseingänge und Ladenlokale sind während der Bauphase zugänglich und grundsätzlich verfügbar. Sollte es Einschränkungen geben, werden technische Voraussetzungen geschaffen, wie z.B. Fußgängerbrücken oder Rampen.

In den gesperrten Bauabschnitten sind keine Lieferfahrzeuge zugelassen, weshalb Anlieferungen zeitlich und örtlich entsprechend so eingeplant werden sollten, dass beliefernde Fahrzeuge die Bauarbeiten nicht behindern.

Wie lange halten die neuen Leitungen?

Darüber können wir natürlich keine garantierte Aussage treffen. Das bisherige Dampfsystem hat über 60 Jahre relativ störungsfrei funktioniert. Wir gehen davon aus, dass es sich mit dem neuen Netz sehr ähnlich verhält. 

Allgemein

Wo ist Fernwärme in Wuppertal verfügbar?

Das Wuppertaler Fernwärmenetz ist grob in zwei Netzgebiete aufgeteilt. Eines der Netze verläuft über Wuppertals Südhöhen und somit von Wuppertal Cronenberg nach Wuppertal Ronsdorf. Das andere Netz verläuft von der AWG aus über die Südwest Trasse zur Kabelstraße in Wuppertal Elberfeld. Von hier aus wird der Verlauf der Talsohle bis nach Wuppertal Oberbarmen mit WSW Talwärme, der Fernwärme aus der Heimat, versorgt. 

Nutzen Sie gerne unsere Karte zur Übersicht des Fernwärmenetzes 

Ist Fernwärme für die Zukunft geeignet?

Erneuerbare und nachhaltig erzeugte Energie ist die Zukunft. Die Abkehr von nuklearen und fossilen Brennstoffen wie Kernkraft sowie Gas, Öl und Kohle, ist politisch beschlossen. Damit ist die Energiewende, also der Umstieg auf nachhaltige Energieerzeugung beispielsweise durch Sonne und Wind, in vollem Gang. Die WSW Talwärme, die Fernwärme aus der Heimat, ist hierbei eine echte Alternative. Denn unsere Fernwärme wird im Müllheizkraftwerk der AWG durch Kraftwärme-Kopplung produziert, also einer gleichzeitigen Strom- und insbesondere Wärmeerzeugung durch die Verbrennung von (Rest-) Müll. Der Müll wird so umweltfreundlich wie möglich und nach neuestem Stand der Technik verbrannt. Damit erfüllt WSW Talwärme alle Auflagen der Politik für ein klimaneutrales Produkt.

Wie funktioniert Fernwärme ?

Sehr vereinfacht formuliert entsteht unsere umweltschonende Fernwärme beim Prozess der Kraftwärmekopplung aus der thermischen Behandlung, also der so umweltfreundlich wie möglichen Verbrennung von (Rest-) Müll. Die dabei freiwerdende Energie wird zur Strom- und insbesondere Wärmeversorgung in Wuppertal genutzt. In der vom Müllheizkraftwerk wegführenden Leitung wird unsere Wärme zum Kunden geleitet, wo sie genutzt wird. In einer zweiten und zum Müllheizkraftwerk rückführenden Leitung wird die genutzte und abgekühlte "Wärme" wieder in den Kreislauf geleitet.

Warum sollte ich von meiner jetzigen Heizung auf WSW Talwärme umsteigen?

Mit der Umstellung auf WSW Talwärme, die Fernwärme aus der Heimat, entscheiden Sie sich für eine der umweltschonensten und zukunftssichersten Methoden der Wärmelieferung. Sie nutzen Wärme, die in Wuppertal für Wuppertal produziert wird und machen sich damit gleichzeitig unabhängig von fossilen Energieträgern. 

Welche Vorteile hat Fernwärme gegenüber Öl- und Gasheizungen?

Ein zentraler Vorteil der Fernwärme ist der Verzicht auf fossile Brennstoffe. Daraus resultiert eine klimaneutrale Versorgung mit Wärme in Ihrer Immobilie. Ein weiterer Vorteil ist ein deutlich geringerer Platzbedarf im Heizungskeller, da es nur eines Wärmetauschers bedarf, der die Heizung und ihren Warmwasserbedarf deckt. 

Darüber hinaus findet keine Verbrennung statt und die damit verbunden Wartungsarbeiten des Heizkessels und des Schornsteins entfallen ebenso wie Lagerräume für Öltanks, Feuerstellen und Gasleitungen. Ganz nebenbei erfüllt Ihre Immobilie bei der Nutzung von Fernwärme alle Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes GEG, womit keine weitere Dämmung des Gebäudes notwendig wird und Hausbesitzer den Energieausweis für ihr Haus „sofort in der Tasche“ haben. 

Welche Immobilien können an Fernwärme angeschlossen werden?

Jede Immobilie kann angeschlossen werden, die im Bereich der Fernwärmeleitung liegt. Um einfach und schnell zu prüfen, ob Ihre Immobilie an das WSW Talwärme-Netz angeschlossen werden kann, nutzen Sie gerne unseren WSW Talwärmecheck - hier

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für einen Fernwärme-Anschluss?

Prinzipiell muss Ihre Immobilie nur im Anschlussgebiet der Fernwärmeleitung liegen. Das können Sie einfach und komfortabel über unseren Talwärmecheck prüfen - hier

Was kostet ein Fernwärme-Hausanschluss?

Die Kosten werden individuell berechnet, da diese auch davon abhängig sind, wie weit die anzuschließende Immobilie von der Hauptleitung entfernt liegt. Sprechen Sie gerne unsere Experten an und lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen. Nutzen Sie dazu gerne den Navigationspunkt Kontakt.

Welche Förderungen gibt es?

Wer sich für einen klimafreundlichen Fernwärmeanschluss der WSW entscheidet, erfüllt damit das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu 100 Prozent. Das wird von Land und Bund mit finanziellen Förderungen unterstützt. Die folgenden Links zeigen, welche Zuschüsse derzeit möglich sind – selbstverständlich stehen Ihnen die WSW auch hier gern beratend zur Seite:

Die WSW fördern über die öffentlichen Mittel hinaus die Neuinstallation von Talwärme-Heizungen auch in diesem Jahr mit insgesamt einer Million Euro. Je nach Anlagengröße liegen die Zuschüsse des „Förderprogramms Talwärme 2022" pro Anlage zwischen 1.250 und 9.000 Euro. Weitere Informationen zu unserem Förderprogramm finden Sie hier: https://www.wsw-online.de/wsw-energie-wasser/privatkunden/produkte/fernwaerme/produktepreiseantraege/

Wie trage ich mit der WSW Talwärme zum Klimaschutz bei?

WSW Talwärme, die Fernwärme aus der Heimat, wird energieeffizient durch einen hohen Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung hergestellt und weist einen CO2-Emissionsfaktor von 0 g/kWh auf. Beim Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung nutzen wir die durch die thermische Behandlung (Verbrennung) von (Rest-) Müll freiwerdende Energie zur Strom- und insbesondere Wärmeversorgung in Wuppertal. WSW Talwärme profitiert somit von vorhandenen Energiepotentialen und minimiert zudem bei der Erzeugung erheblich den Einsatz von Primärenergie, also Energieträgern und –quellen wie Öl, Kohle oder Erdgas. Vor diesem Hintergrund sucht Talwärme hinsichtlich der ökologischen Kennzahlen ihresgleichen - hier nachzulesen.
Wir erzeugen die Wärme im Tal hauptsächlich aus regionalen Abfällen und liefern Ihnen Fernwärme je nach Bedarf direkt ins Haus. Unsere Wuppertaler Fernwärme wurde durch den Ausbau der Südwest Trasse und den damit verbundenen Ausstieg aus der Kohlekraft 2018 noch klimafreundlicher und nachhaltiger. Der Ausbau verbindet die AWG mit der Talsohle am ehemaligen Heizkraftwerk in der Kabelstraße, welches durch diese Maßnahme stillgelegt werden konnte. Dadurch erhalten unsere Kunden im Tal noch umweltfreundlichere Fernwärme. Die Baumaßnahmen in der Elberfelder Innenstadt sind der nächste konsequente Schritt zu einer noch effizienteren Infrastruktur und führen zum gemeinsam gesetzten Ziel mit der Stadt, die Klimaziele für ein klimafreundliches Wuppertal zu erreichen. Denn bereits mit dem Ausbau der Südwest Trasse können jährlich rund 450.000 Tonnen CO2 eingespart werden, was einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Zum Vergleich: Um die gleiche Menge CO2 einzusparen müssten 200 Windräder installiert werden. Anders formuliert entspricht dies 70 Prozent des Wuppertaler Individualverkehrs. Das Bauprojekt Elberfeld 2030 reduziert den Kohlenstoffdioxid Ausstoß nochmals deutlich und ist somit ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Energiewende.

Nutzen auch Sie unsere umweltfreundliche Talwärme aus Wuppertal für Wuppertal.

Was ist der Unterschied zwischen Talwärme und Fernwärme?

Die Antwort auf diese Frage ist so simpel wie einleuchtend. Fernwärme ist der Name der Heizungsart, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Talwärme ist wiederum der Produktname für die Fernwärme, die in Wuppertal hergestellt wird. Deshalb ergänzen wir unsere Talwärme immer mit dem Zusatz: Die Fernwärme aus der Heimat.