Cronenberg will mehr … Sonnenstrom - mit einem „Solar-Pool“

, Energie

Mit einem gemeinsamen Projekt wollen das Bürger-Netzwerk „Cronenberg will mehr“ und die WSW Cronenberger Solaranlagen zu einem „Solar-Pool“ zusammenfassen und den Reststrom auf dem WSW Tal.Markt vermarkten.

Als weltweit erster kommunaler Energieversorger haben die WSW am 1. Januar 2018 einen Blockchain-basierten Handelsplatz für Ökostrom in Betrieb genommen. Auf dem „WSW Tal.Markt“ können Kunden ihren Strom bei lokalen Ökostromanbietern erwerben und ihren Energiemix selbst zusammenstellen.

Über das Modell eröffnen die WSW Windmüllern und Solaranlagenbetreibern die Möglichkeit, ihre Anlagen direkt beim Endkunden zu vermarkten und so kostendeckende Erlöse zu erzielen. Investoren haben die Chance, Windkraftanlagen oder Solarparks auch ohne Förderung zu realisieren, indem sie bilaterale Verträge mit Endkunden abschließen.

Ökostrom aus kleinen Cronenberger Anlagen fließt in einen „Solar-Pool“

Zu den Stromanbietern auf dem WSW Tal.Markt gehören Wuppertaler Unternehmen, die die Dächer ihrer Immobilien für Photovoltaikanlagen nutzen, Windparks, Genossenschaften, Bio-Bauernhöfe und auch die WSW selbst, die hier Strom aus Wasserkraft und aus Blockheizkraftwerken anbieten. Im nächsten Schritt wollen die WSW den Tal.Markt auch für kleinere Anlagen mit einer Größe unter 30 kWp öffnen. Bisher war dies aufgrund zu kleiner Strommengen und vergleichsweise hoher Kosten für die erforderliche Messtechnik noch nicht lohnenswert.

Die WSW wollen mit Hilfe des Netzwerks „Cronenberg will mehr“ einen Pool aus mehreren privaten Anlagen aufbauen, die regenerativen Strom, der von den Betreibern nicht selbst genutzt werden kann, auf dem Tal.Markt anbieten. Im Rahmen dieses Pilotprojekts suchen die WSW und das Bürgernetzwerk zehn bis fünfzehn PV-Anlagenbetreiber aus Cronenberg, die sich an dem Solarkraftwerk beteiligen möchten.

Dank der rührigen Cronenberger Initiative erlebt Solarenergie einen Boom auf den Südhöhen. Das Potenzial für ein virtuelles stadtteilbezogenes Sonnenkraftwerk ist nach Einschätzung der Initiatoren vorhanden. Sollte das Konzept funktionieren, sehen die WSW Chancen, es auch auf andere Stadtteile wie Ronsdorf oder Dönberg zu übertragen. Das wäre lokaler Klimaschutz, von dem alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler profitieren.

PV-Anlagenbetreiber, die Interesse an dem Projekt haben, können sich unter dem Stichwort „Cronenberger-Solar-Pool“ an „Cronenberg will mehr“, solar@cronenberg-will-mehr.de, oder die WSW, energieberatung@wsw-online.de, wenden.

Das Tal.Markt-Prinzip

Der Tal.Markt ist regional und nachhaltig. In Analogie zum Hofladen eines Biobauern bietet er den Kunden Ökostrom direkt vom Erzeuger. Die Stadtwerke fungieren als Bindeglied zwischen Produzenten und Konsumenten und kümmern sich um die energiewirtschaftliche Abwicklung des Handels sowie die Abrechnung und stehen für die Ausfalllieferung gerade. Jede Transaktion wird über die Blockchain-Technologie fälschungssicher ausgeführt. So wird sichergestellt, dass keine Kilowattstunde Solar- oder Windstrom doppelt verkauft werden kann. Für den Tal.Markt wurden die WSW mehrfach ausgezeichnet.

Von links: Beate Hablitzel, Cathrin Campen, Claus Barthel vom Bürgernetzwerk "Cronenberg will mehr"

Cronenberger Solaranlagen könnten bald Strom für WSW Tal.Markt-Kunden liefern.

Pressekontakt: Wuppertaler Stadtwerke, Konzernkommunikation; 0202 - 569 3766/3943

WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH • Konzernkommunikation • Telefon: 0202 569 3766/3943