Neue Räder für den Kaiserwagen

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Während die Arbeiten der WSW zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs der Schwebebahn im August 2021 im Plan liegen, wird sich die Inbetriebnahme des Kaiserwagens nach seiner Generalüberholung verzögern. Zwar sind bereits wesentliche Teile der Generalüberholung sowie der Planung für Neuteile weit fortgeschritten, aber im Zuge der laufenden Untersuchungen und Umbaumaßnahmen sind im Herbst neue, unerwartete Schäden an den Rädern erkannt worden. Sofort eingeleitete Materialuntersuchungen bei externen Prüflabors haben dann den Umfang der Schäden offen gelegt: die über 100 Jahre alten, gegossenen Speichenräder haben unzulässige Risse im Stahl. Das jetzt vorliegende Untersuchungsergebnis lässt nicht zu, dass die Räder im Fahrbetrieb weiter verwendet werden können. Es ist nach gutachterlicher Auffassung auch nicht möglich, die Räder für die Testfahrten des neuen Betriebssystems einzusetzen. Auch eine Reparatur ist nach Aussage der Experten nicht möglich. Da kein Hersteller Schwebebahn-Speichenräder auf Lager hat, müssen die Räder komplett neu hergestellt werden. Die Fachplanung und Produktion der neuen Räder wird mindestens 12 Monate dauern. Da erst anschließend mit den Testfahrten, den abschließenden Prüfungen und dem Genehmigungsverfahren bei der TAB begonnen werden kann, verzögert sich die Wiederinbetriebnahme des Kaiserwagens bis Sommer 2022. Der Kaiserwagen der Baureihe 00 wurde 1900 in Dienst gestellt, mit ihm unternahm Kaiser Wilhelm II am 24. Oktober 1900 eine Probefahrt. Seinen Linienbetrieb nahm der Kaiserwagen am 1. März 1901 auf. Seitdem hat er rund vier Millionen Kilometer zwischen Vohwinkel und Oberbarmen zurückgelegt.

Die Räder des Kaiserwagens haben Risse. Foto: Günther Goldstein

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