Wuppertaler Stadtwerke senken Strom- und Gaspreise zum 1. Juli 2020

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WSW nutzen operativ gutes Geschäftsjahr im  Energiebereich zur Risikovorsorge.

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) werden die vom Bundeskabinett beschlossene Mehrwertsteuersenkung an ihre Strom-, Gas- und Fernwärmekunden weitergeben und damit die Energiekosten in Wuppertal senken. Zusätzlich starten die WSW ein Förderprogramm zur Heizungsumstellung von Öl- und Gas auf Fernwärme in Höhe von einer Millionen Euro. Das gab das Unternehmen am Montag bei seiner Bilanzpressekonferenz bekannt.

Die WSW haben das Geschäftsjahr 2019 operativ mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Dem in erster Linie durch den siebenmonatigen Schwebebahnausfall verursachten erhöhten Aufwand im ÖPNV steht ein deutlich über der Planung liegendes Ergebnis im Bereich der Energie- und Wasserversorgung entgegen. Dies nutzen die WSW, um sich gegen Risiken im Bereich Stromerzeugung abzusichern. Die Entwicklungen am Stromerzeugungsmarkt machen es notwendig, die Rückstellungen für das Kraftwerk Wilhelmshaven deutlich von ca. 32 Mio. € auf rund 55 Mio. € zu erhöhen. An dem Gemeinschaftskraftwerk an der Nordsee sind die WSW mit 15 Prozent beteiligt.

Aus den erhöhten Rückstellungen zur Risikovorsorge resultiert das negative Konzernjahresergebnis in Höhe von 22,5 Mio. €. Der Gesamtumsatz 2019 der Unternehmensgruppe betrug 910 Mio. €. Die Bilanzsumme lag bei 1,2 Mrd. €, die Eigenkapitalquote beträgt 28,5 Prozent.

Die Betriebspause der Schwebebahn mit Wiederaufnahme des Fahrgastverkehrs im August 2019 wirkte sich auf die Fahrgastzahlen deutlich geringer aus, als erwartet.  Insgesamt fuhren im letzten Jahr 86,3 Millionen Fahrgäste mit Bus und Schwebebahn (Vorjahr 87,8 Millionen).

Klimaschutz im Fokus

Die WSW haben 2019 mehrere Projekte für Klimaschutz und Energieeffizienz in Wuppertal angestoßen und umgesetzt. Die umweltfreundliche Talwärme-Versorgung aus dem Müllheizkraftwerk der AWG konnte nach der Fertigstellung der neuen Fernwärmeleitung nach Elberfeld mit dem Ausbau des Talnetzes weiter vorangetrieben werden. Um Kunden den Umstieg zu erleichtern, haben die WSW ein Förderprogramm aufgelegt.

Ebenfalls gemeinsam mit der AWG haben die WSW im letzten Jahr mit der Umsetzung des Wasserstoff-Projekts „H2-W“ begonnen. Der erste Wasserstoffbus wurde Ende 2019 geliefert. Die Flotte soll auf 20 Fahrzeuge anwachsen. Die Wasserstoffproduktion in Wuppertal und der Linienverkehrs der Wasserstoff-Busse wird noch im ersten Halbjahr 2020 aufgenommen

Der „Tal.Markt“, die Blockchain-basierte Handelsplattform für lokalen Ökostrom wächst weiter. Auch 2019 haben Anlagenbetreiber ihre Angebote dort platziert. Die Anzahl der Tal.Markt-Kunden wächst stetig. Zudem haben die WSW das Ladenetz für Elektroautos in Wuppertal um weitere fünf Standorte erweitert.

 

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