Umweltschonende Wärme

Umweltschonende Wärme

WSW Talwärme in Wuppertal

Im Zuge der Energiewende erhält die bewährte Technik der Fernwärme neuen Aufschwung und eine völlig neue Bedeutung: Eine Immobilie mit Fernwärmeanschluss erfüllt die Energieeinsparverordnung EnEV auf einen Schlag zu 100 Prozent und entbindet damit den Besitzer im Falle einer Renovierung von allen baulichen Anforderungen im Hinblick auf Energiesparmaßnahmen. Damit ist das Produkt WSW Talwärme eine ideale Wärmeversorgung insbesondere für Industriegebäude und -anlagen, Verwaltungs- und Mehrfamilienhäuser, Wohnsiedlungen, Institutionen und Gewerbe.

Der Fernwärme aus dem Müll-Heizkraftwerk wird ein Primärenergiefaktor von 0 bescheinigt. Umweltfreundlicher kann man nicht heizen.

Geschichte der Fernwärme in Wuppertal

Talwärme, die lokale Fernwärme aus Wuppertal, ist keine Erfindung der jüngsten Zeit. Die Ursprünge finden sich bereits 1878 in Lockfort/USA, wo das erste Städte-Fernheizwerk in Betrieb genommen wurde. Auch in Wuppertal liegen seit 1908 erste Leitungen, die von der Hochdruck-Kesselanlage des Barmer Rathauses „gespeist“ wurden. 1925 entstand in Barmen ein neues Fernheizwerk (heutiges HKW Barmen) und konnte durch zusätzliche Kapazität 60 Haushalte mit Wärme aus Dampf versorgen. Das Fernwärmenetz, basierend auf Dampf, wurde seitdem stetig ausgebaut und versorgt aktuell Privathaushalte, Gewerbe- und Großkunden an der Wuppertaler Talsohle.

Auf den Wuppertaler Südhöhen entstand 1976 eine Müllverbrennungsanlage (AWG). Dort wird heute auf neustem Stand der Technik Bio-Müll so umweltschonend wie möglich verbrannt. Dabei wird das freigesetzte Energiepotenzial der Verbrennung zur Stromversorgung und seit 1994 auch zur Heizwassergewinnung genutzt. Durch dieses Prinzip ist die Bezeichnung Müll-Heizkraftwerk (MHKW) richtig. In dem Heizkraftwerk Barmen wird Erdgas als Energieträger genutzt und das Heizkraftwerk Elberfeld nutzte bis zur Außerbetriebnahme Steinkohle.



Die Neuausrichtung von Fernwärme

Das Wuppertaler Fernwärmenetz wächst weiter.
Die Wuppertaler Stadtwerke investieren kontinuierlich in die Erhaltung und den Ausbau des Wuppertaler Fernwärmenetzes. Die Energiewende betrifft neben Strom insbesondere auch Wärme. Über 40 Prozent des CO2-Ausstoßes werden durch Wärmebedarf verursacht. Der Ausbau der Süd-Westleitung von 2016 bis 2018 umfasste insgesamt rund 3,2 Kilometer Länge und beginnt beim Müll-Heizkraftwerk (AWG) auf Korzert und verläuft bis zum Heizkraftwerk Elberfeld, Kabelstraße.

Das MHKW versorgte bislang die Südhöhen mit Fernwärme, hielt jedoch ungenutzte Reserven an Wärmeenergie bereit, die mit dem Ausbau über die Süd-Westtrasse auf die Talsohle transportiert werden. Durch diese Einbindung in das vorhandene Fernwärmenetz können so rund 450.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Anders formuliert: Über 200 Windräder müssten zur gleichen CO2-Ersparnis installiert werden. Ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz in Wuppertal.


Hier finden Sie alle Informationen und Termine rund um das Ausbauprojekt.

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Aus Fernwärme wird WSW Talwärme

Die neue lokale Fernwärme aus Wuppertal (WSW Talwärme) könnte auch das Ende der Kohle-Ära lauten. Nachdem Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen ist, hat nun auch Kohle ihre gesellschaftliche Akzeptanz verloren. Eine klare Entwicklung aus der Energiewende heraus. Schon ab Mai 2018 geht daher das Heizkraftwerk Elberfeld testweise vom Netz, um dann noch bis maximal zum März 2019 als Reserve zur Verfügung zu stehen. Das Bauprojekt zeigt insbesondere die klimatischen Vorteile der „Wärmewende“ in Wuppertal auf. Die WSW haben sich so mit der Strategie zur neuen Talwärme gut aufgestellt.

Durch die Einbindung der AWG in das Fernwärmenetz auf der Talsohle können zukünftig die hiesigen Immobilien mit dieser komfortablen und höchst umweltverträglichen Wärme versorgt werden. Das gilt sowohl für Ihre Raumheizung als auch für die Wassererwärmung. Ein Anschluss an das Wuppertaler Fernwärmenetz ist ohne einen Mindest-Anschlusswert möglich und somit für alle Immobilien nutzbar.

Die neue Talwärme wird zukünftig in dem Wuppertaler Heizkraftwerk Barmen sowie von der AWG Wuppertal produziert. Talwärme entsteht als Abwärme bei der Produktion von Strom (HKW Barmen) sowie bei der Verbrennung von Bio-Abfällen (AWG). Die aus diesem Verfahren zweifach genutzte Energie nennt sich Kraft-Wärme-Kopplung. Hierbei wird die freigewordene Heizenergie aus den Kraftwerken in das Fernwärmenetz eingespeist und steht hieran angebundenen Immobilien über einen Wärmetauscher dann zur Verfügung. Talwärme kommt somit per Anschluss an das Netz an 365 Tagen im Jahr umweltfreundlich zu Ihnen nach Hause.

 

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