Abwasser

Abwasser

Abwasser in Wuppertal

Toiletten sind keine Mülleimer

Immer mehr Abfälle wie Hygieneartikel, Speisereste oder Medikamente werden in der Toilette entsorgt und landen damit in der Kanalisation. Die Fremdstoffe im Abwasser schädigen nicht nur Kanäle und Klärwerke, sondern insbesondere die Umwelt. Vor allem Speisereste und Fette führen regelmäßig zu Rohrverstopfungen. Für die Klärwerke wird es zudem immer schwieriger, die größer werdenden Verschmutzungen restlos aus dem Abwasser zu entfernen. Chemikalien oder Mikroplastik widerstehen teilweise den Reinigungsverfahren und gelangen so wieder in die Umwelt. 

Durch sorgfältigen Umgang kann jeder dazu beitragen, das Abwasser so wenig wie möglich zu belasten. Die meisten Abfälle gehören in den Restmüll, Medikamente können bei Apotheken zurückgegeben werden und Recyclinghöfe nehmen Chemikalien wie Lacke oder Farben zurück. Mit einer aktuellen Kampagne macht die Verbraucherzentrale Wuppertaler Bürger auf die Abwasserprobleme aufmerksam.

Mehr Informationen zur Aktion „Ich sehe was, was du nicht siehst“

Die WSW Energie & Wasser AG betreiben im Auftrag der Stadt Wuppertal das öffentliche Kanalnetz mit einer Länge von ca. 1.500 km. Neben dem Betrieb plant und baut die WSW sämtliche Kanäle und Sonderbauwerke im Stadtgebiet Wuppertal.

Grundlage der Arbeit der Bereichs Stadtentwässerung der WSW ist ein stadtweiter Generalentwässerungsplan (GEP), den die WSW erstmals und in Abstimmung mit allen relevanten Dienststellen und den Aufsichtsbehörden der Bezirksregierung Düsseldorf aufgestellt haben. Daraus wurde das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) für die nachfolgenden 6 Jahre entwickelt. Das ABK bildet die Grundlage für die Planung und Umsetzung aller wasserwirtschaftlichen Maßnahmen am Wuppertaler Entwässerungsnetz. Zur Umsetzung der Maßnahmen wird alljährlich, in Abgleichung mit der Stadt Wuppertal, der Maßnahmenkatalog für das jeweils folgende und nachfolgende Kalenderjahr durch die WSW erarbeitet, im Umweltausschuss der Stadt vorgestellt und anschließend vom Rat der Stadt beschlossen.

Neben der Fertigstellung der Trasse des Entlastungssammlers Wupper und der vielen (circa 60 Stück) dazugehörigen Sonder- und Verzweigungsbauwerke entstanden -und entstehen auch weiterhin- zahlreiche Regenrückhalte- und Regenklärbecken im gesamten Stadtgebiet.

Gleichzeitig findet seit Jahren und auch künftig eine ständige Befahrung des vorhandenen Abwassernetzes mit hochtechnisierten Kamerasystemen statt. Die dadurch erkannten Schäden werden ununterbrochen in diversen modernen Sanierungs- und Reparaturverfahren beseitigt. Hinzu kommen komplizierte Reparaturen und Verbesserungen an vorhandenen älteren Beckenbauwerken. Der teilweise über hundert Jahre alte Hauptschmutzwassersammler in der Wuppertaler Talsohle und dessen Nebenäste von insgesamt circa 17 Kilometern Länge ist als begehbares gemauertes Ableitungsprofil ebenfalls sanierungsbedürftig. Durch zeitweise und abschnittsweise Umleitung von dessen Abwässern durch den tiefer liegenden Entlastungssammler Wupper wird die vergleichsweise solide Bausubstanz in handwerklicher Qualität für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt.

Das Trinkwasser der Stadt Wuppertal wird von der WSW Energie & Wasser AG für den Eigenbetrieb Wasser Abwasser der Stadt Wuppertal hergestellt. Diese liefern es die Wuppertaler Bürger.

WSW TelefonServiceCenter • Telefon: 0202 569-5100 • E-Mail: energie.wasser@wsw-online.de