Versorgungssicherheit Wuppertal

Versorgungssicherheit Wuppertal

Antworten zur Energieversorgung während des Ukraine-Kriegs

In den vergangenen Tagen erreichten uns immer wieder Anrufe und Anfragen zu der Versorgungssicherheit in Wuppertal. Einerseits sind unsere Kunden besorgt, dass nicht genügend Strom oder Gas zur Verfügung steht, andererseits fragen Kunden, ob unser Gas aus Russland stammt. Im Folgenden geben wir gerne Auskunft darüber:


Woher stammt das Gas in Wuppertal?

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) beziehen das Gas von großen systemrelevanten Lieferanten. Deutschland deckt etwas mehr als 50 Prozent seines Gasbedarfs durch Importe aus Russland. Danach folgen Norwegen mit mehr als 30 Prozent und die Niederlande mit über zwölf Prozent.

Quelle: Statista zum Jahr 2020 


Was würde ein Lieferstopp von Gas für Wuppertal bedeuten?

Für den Rest der Heizperiode erwarten wir keine Versorgungsengpässe. Die noch vorhandenen Mengen in den deutschen Gasspeichern reichen aus, da jedes EU-Land über Notfall- und Präventionspläne verfügt, um bei Versorgungskrisen früh reagieren zu können. Wir haben begonnen, eine umfassende Risikobetrachtung zu erstellen, die die Auswirkungen der möglichen Szenarien auf die Versorgung unserer Kunden mit Gas, Strom und Fernwärme betrachtet.


Haben die WSW bereits für das kommende Jahr Energie beschafft?

Um die Versorgung von Privat- und Gewerbekunden sicher zu stellen, haben die WSW benötigte Energiemengen für Strom und Gas bereits lange Zeit im Voraus eingekauft. Lediglich für einige Industriekunden erfolgt die Beschaffung jeweils sofort. Dies bedeutet, dass die Beschaffung für das Jahr 2023 zu großen Teilen (etwa 70 Prozent) bereits erfolgt ist.


Wie werden sich die Preise in der Gasversorgung für Wuppertal verändern?

Die WSW gehen davon aus, dass sich der Anstieg der Energiepreise auch über die Dauer des Ukrainekonflikts hinaus fortsetzt. Sinkende Preise können daher aktuell ausgeschlossen werden. Wir beobachten stetig die Lage auf den Energiemärkten und entscheiden bei Bedarf über die Notwendigkeit einer Preisänderung. Wir werden unsere Kunden rechtzeitig schriftlich über neue Preise informieren.  


Haben die WSW Alternativen zu russischem Gas?

Grundsätzlich ist russisches Gas für die Wärmeversorgung unserer Stadt, insbesondere auch für die Industrie, kurzfristig nicht ersetzbar. Das gilt für Deutschland insgesamt. Erdgas leistet auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. Der Fokus liegt nun in ganz Deutschland auf dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Die Energiewende bleibt - neben der Mobilitätswende - die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Darauf sind die WSW eingestellt und treiben den Ausbau voran.

WSW TelefonServiceCenter • Telefon: 0202 569-5100 • E-Mail: energie.wasser@wsw-online.de