Projekt „Elberfeld 2030“ beginnt in der Calvinstraße

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Wuppertal geht den nächsten Schritt beim Klimaschutz. Bis 2030 soll der komplette Innenstadtbereich Elberfelds auf klimafreundliche Fernwärme umgestellt werden. Dazu beginnen die Wuppertaler Stadtwerke ab Mittwoch, 12. Mai, in Elberfeld, in der Calvinstraße, mit der Verlegung der ersten neuen Fernwärmeleitungen. Die achtmonatigen Arbeiten umfassen die Verlegung der Hauptversorgungsleitung für Heizwasser mit insgesamt 13 neuen Hausanschlussleitungen sowie die Verlegung von Stromkabeln. Die Calvinstraße bleibt für den Lieferverkehr von beiden Seiten bis zur Baustelle befahrbar. Fußgänger können den Bereich ebenfalls passieren. Mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro werden die Fernwärmeleitungen in den nächsten Jahren in der gesamten Elberfelder City ausgebaut und von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Mit der klimaneutralen Wärmeversorgung können künftig 5.500 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermieden werden. „Da wir den Fernwärmeausbau in die städtebauliche Neugestaltung integrieren können, öffnet sich jetzt das Zeitfenster, die Wärmeversorgung der Elberfelder Innenstadt praktisch CO2-frei zu machen“, erklärt WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach. Hauptproduzent der WSW-Fernwärme ist das Müllheizkraftwerk des kommunalen Entsorgers AWG, einer WSW-Beteiligung. Dort wird die „WSW Talwärme“ durch die thermische Verwertung biogener Abfallstoffe erzeugt. Diese Wärmeenergie gilt mit einem Emissionsfaktor von lediglich 0,025 Kilogramm CO2/kWh als klimaneutral. Bisher nutzen etwa 280 Abnehmer in der Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld Fernwärme. Nach Analysen der WSW können zukünftig über 650 Liegenschaften, darunter Einkaufszentren, Hotels und Gewerbe versorgt werden. Für die WSW ist die Investition ein zentraler Baustein, um den Klimaschutz voranzutreiben, erläutert Hilkenbach: „Die Energiewende in Städten wird zu einem ganz wesentlichen Teil im Gebäudesektor entschieden.“ Dazu Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: „Wir müssen jetzt die Chance ergreifen, einen wichtigen, großen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und Elberfeld zu einer nachhaltigen multifunktionalen Innenstadt umzubauen! Wir wissen, dass wir damit den Hausbesitzern, Anliegern und den Besuchern der Stadt viel Geduld und guten Willen abverlangen: Sie werden immer wieder durch Baustellen eingeschränkt sein, aber am Ende der Bauphase wird die Innenstadt von Elberfeld klimafreundlich umgebaut sein.“ WSW und Stadt Wuppertal arbeiten dabei eng zusammen, um die Umsetzung dieser Ziele optimal zu koordinieren. „Wir werden danach eine Innenstadt haben, in die viel investiert wurde“, so der Oberbürgermeister und weiter: „Diese Investitionen werden weitere private Investitionen nach sich ziehen. Elberfeld wird den modernsten Klima-Kriterien und allen Ansprüchen an eine zukunftsfähige, multifunktionale Innenstadt gerecht werden.“ Für WSW ist es nicht das erste Klimaschutz-Großprojekt in Wuppertal. Der 2016 begonnene Bau einer neuen Fernwärmetrasse vom Wuppertaler Müllheizkraftwerk in das dicht bebaute Tal der Wupper machte die Abschaltung des innerstädtischen Kohlekraftwerks Elberfeld möglich. „Diese Maßnahme führte zu einer CO2 Reduktion von jährlich 450.000 Tonnen“, so Hilkenbach. Stadt und Stadtwerke in Wuppertal sehen sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Der WSW-Konzern und seine Töchter, die WSW Energie & Wasser AG, WSW mobil GmbH und AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal – hat bis heute seinen CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um mehr als 60 Prozent reduziert, und damit die europäischen und nationale Vorgaben weit übertroffen.

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